Parvesan

Käsealternative zu geriebenem Hartkäse auf Pastagerichten

Wer kennt sie nicht, diese Spaghetti im Karton mit Tomatensoße und dem kleinen Tütchen voll geriebenem Hartkäse? Ja „Hartkäse“, denn echter Parmesan dürfte in den meisten dieser Packungen nicht zu finden sein. Ein bekannter Hersteller, dessen Namen an den Druiden aus Asterix erinnert, strich den Käse im Jahr 2019 sogar ganz. Das erregte neben diversen Boulevardzeitungen einige Gemüter so sehr, dass sie sogar Petitionen dafür starteten, um ihr geliebtes Streugut wieder zurück in den Karton zu bringen - meines Wissens nach ohne Erfolg.

Keine Sorge, wir können diesen Mangel problemlos auf gleichermaßen leckere, wie tierfreundliche Art und Weise ausgleichen – und natürlich auch selbst Gekochtes damit verfeinern. Einen italienischen Hartkäse „nachzubauen“ wäre allerdings relativ schwierig und aufwendig. Es gibt zwar die Möglichkeit, ganze Keeseleibe aus Nüssen statt tierlicher Muttermilch herzustellen (auch wenn die dann laut deutschem Lebensmittelgesetz nicht so heißen dürfen). Allerdings dauert der Prozess mehrere Wochen bis Monate – absolut nicht hilfreich, falls du JETZT etwas brauchst, um deinen Streutrieb zu befriedigen.

Der hier vorgestellte „Parvesan“ ist unter Veggies sehr populär und in verschiedensten Varianten überall im Internet zu finden. Und erfüllt seinen Zweck hervorragend! Geschmacklich unterscheidet er sich zwar von seinem tierlichen Vorbild, erfüllt aber denselben Zweck. Zum einen ist es wie gesagt sehr befriedigend, etwas über seine Nudeln zu streuen. Zum Anderen enthält er dank der Hefeflocken natürliche Glutaminsäuren, welche als Geschmacksverstärker wirken und für eine ordentliche Portion Umami sorgen. Das Rösten der Mandeln macht diese nicht nur aromatischer, sondern dient auch dem Abbau der enthaltenen Phytinsäre, wodurch sie sich besser verdauen lassen. Darüber hinaus reduziert sich der Wasseranteil der Mandeln, was dem fertigen Parvesan eine längere Haltbarkeit beschert.

Er macht sich dabei nicht nur auf Pastagerichten gut. Eine selbst gemachte Pizza, die du nach dem Backen mit frischem Rucola garnierst, kommt noch einmal mindestens 2 Level höher, wenn du dann auch noch etwas Parvesan darüber streust. Auch für Pasta in sahnigen Soßen kann er noch einmal für einen Umami-Boost sorgen, wenn er über die fertig angerichtete Speise gestreut wird.


Zutatenfür 60 g

für g
  • 45 g Mandeln (geschält)
  • 15 g Hefeflocken
  • 1 Prise Salz

Zubereitung

  1. Mandeln in einer Pfanne oder einem Topf ohne Öl anrösten.
  2. Zusammen mit den restlichen Zutaten in einer Küchenmaschine zerkleinern und in einem verschließbaren Glas umfüllen.

Tipps & Varianten

  • Wenn es mal schnell gehen muss, kannst du auch auf das Rösten der Mandeln verzichten.
  • Ersetze die Mandeln komplett oder anteilig durch Cashews oder andere Kerne/Nüsse. Du kannst deinen Parvesan auch mit weiteren Kräutern, Gewürzen oder durch Hinzugeben von geräuchertem Salz weiter verfeinern. Im Gegensatz zu traditionell hergestelltem Käse musst du auch nicht mehrere Monate auf das Ergebnis warten.
  • Wenn sauber gearbeitet wurde und keine Zutaten mit hohem Wassergehalt verwendet wurden, ist der Parvesan im verschlossenen Glas ungekühlt problemlos für mehrere Wochen haltbar.

  • Gemüsepaste

    Gewürzpaste für Gemüsebrühe und Soßen aus frischen Zutaten

  • Chili-Öl

    Aromatisiertes Öl mit Gewürzen

  • Moxxarella

    Zum Überbacken (er schmilzt!) oder aufs Brot

  • Kombuwasser

    Basiszutat zum Würzen diverser japanischer Gerichte

Zuletzt bearbeitet am 20. Februar 2021

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