Soja

Eigentlich eine Pflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler, umgangssprachlich meist als Kurzform für Sojabohnen oder daraus gewonnene Produkte verwendet.

Die Sojabohne zeichnet sich durch einen hohen Anteil an hochwertigem Eiweiß aus und wurde traditionell vor allem im asiatischen Raum z.B. für die Herstellung von Tofu und Sojasoße verwendet. Junge, unreif geerntete Sojabohnen werden in Japan als Edamame (枝豆) bezeichnet und sind gekocht ein beliebter Snack. Die Liste ließe sich lange fortsetzten.

Mittlerweile werden auch im europäischen Raum mehr Sojaprodukte verwendet und auch viele Vleisch-Produkte werden auf Basis von Sojabohnen hergestellt. Teilweise wird Sojaprotein auch in der omnivoren Küche eingesetzt, um Fleischprodukte wie Dönerspieße oder Frikadellen zu „strecken“. Darüber hinaus stellen Sojaöl, Lecithin (als Emulgator) und Sojamehl wichtige Produkte der Sojabohne dar, die sich vielfältig verwenden lassen.

Die populäre Meinung, dass der Konsum von Sojaprodukten den Anbau in gentechnisch veränderten Monokulturen fördert, stimmt allerdings nur bedingt, da der Großteil der weltweiten Sojaernte vor allem zur Ernährung von sogenannten „Nutztieren“ und für technische Anwendungen verwendet wird. Tatsächlich dürfte der Anteil der weltweiten Sojaernte, die für den menschlichen Verzehr verwendet wird, sich im unteren einstelligen Prozentbereich bewegen. Die im europäischen Raum für den menschlichen Verzehr verwendeten Sojabohnen stammen meist aus biologischem Anbau – wo gentechnisch veränderte Pflanzen nicht zugelassen sind – und werden inzwischen teilweise auch in Europa produziert. Für die Ernährung von so. „Nutztieren“ sind gentechnisch veränderte Lebensmittel jedoch auch in der Europäischen Union zugelassen und werden in großen Mengen vor allem aus Südamerika importiert.

Zuletzt bearbeitet am 1. Mai 2021

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